Ohne Blumen auf der Wiese geht´s der Biene richtig miese
So wie der Mensch braucht auch die Biene einen Lebensraum. Dieser ist anders als der des Menschen, aber ohne die Biene werden wir Menschen nicht lange überleben können.
Eine bienenfreundliche Landschaft zeichnet sich durch vielfältige, blühende Pflanzen, strukturierte Lebensräume und eine gute Nährstoffversorgung aus. Das bedeutet, dass nicht nur Gärten und Parks, sondern auch Straßenränder, Grünflächen und sogar Schul- oder Firmengelände bienenfreundlich gestaltet werden können.
Einige wichtige Aspekte einer bienenfreundlichen Landschaft:
Blühende Pflanzen:
Ein Mix aus früh-, mittel- und spätblühenden Pflanzen sorgt für ein kontinuierliches Nahrungsangebot während der gesamten Vegetationsperiode. Einige Beispiele für bienenfreundliche Pflanzen sind Wildwiesen, Obstbäume, Sträucher wie Faulbaum, Hartriegel oder Liguster, sowie Kräuter und Gemüse mit blühenden Sorten.
Lebensraumstrukturen:
Neben den blühenden Pflanzen sind auch verschiedene Strukturen wichtig, wie z.B. Hecken, Totholz, offene Bodenflächen, Natursteinmauern oder Insektenhotels, die als Nistplätze und Unterschlupf für Wildbienen dienen.
Nahrungsquelle:
Bienen brauchen Nektar und Pollen. Die Auswahl der Pflanzen sollte daher auf eine gute Nahrungsquelle abzielen.
Weniger Mähintervalle:
Monotoner, kurz gemähtes Grünland ist nicht gut für Bienen. Weniger Mähen, vor allem außerhalb der Flugzeit, und der Erhalt von Wildwiesen und Blütenstreifen sind förderlich.
Bienenfreundliche Gärten:
Gärten können ebenfalls bienenfreundlich gestaltet werden, indem man verschiedene blühende Pflanzen anpflanzt, Hecken anlegt und Strukturen schafft, die Wildbienen anziehen.
Beispiele für bienenfreundliche Pflanzen:
Bäume:
Weiden, Obstbäume, Rosskastanien, Linden, Ahorn, Robinie.
Sträucher:
Liguster, Weißdorn, Faulbaum, Hartriegel, Holunder, Kornelkirsche, Wildrosen, Kupfer-Felsenbirne, Berberitze, Fingerstrauch, Efeu.
Stauden:
Gewöhnliche Wiesenschafgarbe, Diptam, Kugelblume, Wilde Malve, Moschusmalve, Wiesensalbei, Mädesüß.
Kräuter und Gemüse:
Zitronenmelisse, Minze, Lavendel, Kapuzinerkresse, Bohnenkraut, Kürbis, Zucchini, Ackerbohne, Feuerbohne.
Wildstauden:
In Wildstaudengärtnereien erhältliche, naturbelassene Stauden sind besonders empfehlenswert.
Wo können bienenfreundliche Landschaften entstehen?
Gärten:
Private Gärten sind ein wichtiger Bestandteil einer bienenfreundlichen Landschaft.
Parks und Grünflächen:
Städtische Parks und Grünflächen können durch bienenfreundliche Gestaltung zu einem wichtigen Lebensraum für Bienen werden.
Straßenränder:
Blühstreifen an Straßenrändern können Bienen eine wichtige Nahrung und Lebensraumquelle bieten.
Schul- und Firmengelände:
Auch in Schul- und Firmengeländen kann die Gestaltung bienenfreundlich erfolgen.
Öffentliche Grünanlagen:
Einige Kommunen fördern die bienenfreundliche Gestaltung von öffentlichen Grünanlagen.
Zusätzliche Tipps:
- Heimische Pflanzen: Vorrangig sollten heimische Pflanzen verwendet werden, die an den Standort angepasst sind.
- Insektenhotels: Insektenhotels bieten Wildbienen einen geeigneten Nistplatz.
- Totholzstapel: Totholz ist wichtig für verschiedene Insekten und kann auch von Bienen als Nistplatz genutzt werden.
- Vermeidung von Pestiziden: Pestizide sind schädlich für Bienen und sollten vermieden werden.
Die bienenfreundliche Landschaft ist ein wichtiger Baustein für den Schutz von Bienen und anderen Insekten und trägt zur Artenvielfalt bei.
